Auf dem Foto sind v.l. zu erkennen: Herbert Lichtenberg, Josef Wagner, Maria Scharfenberg, Olivia Meier, Gloria Krejci, Norbert Seidl, Stefan Schmidt, Klaus Schramm Bild: Peter Dembski

Obertraublinger Grüne machen mobil gegen „Monsterhallen“

Keiner wollte sie und doch kommen sie  – die Monsterhallen

Die Ortsgruppe der Grünen in Obertraubling traf sich am 26.08. vor dem Baugelände der am südlichen Ortsrand von Obertraubling entstehenden Logistikhallen. Die „Monsterhallen“ wie sie bereits im Volksmund genannt werden, entstehen in der Nähe der geplanten Einmündung der neuen Kreisstrasse R 30 (Gebelkofener Südspange) in die B 15.

Zu diesem Ortstermin hatten die Grünen auch interessierte Bürger der Gemeinde eingeladen. Auch Stefan Schmidt, der Grüne Bundestagsabgeordnete aus Regensburg, war mit dem Fahrrad zum Termin erschienen. Schmidt informierte die Besucher darüber, dass die Ampel, die das Einfädeln der zahlreichen LKW´s in den fließenden Verkehr erleichtern soll, sicher „den bisher schon zähen Verkehrsfluss noch weiter herunterbremsen und zu zusätzlichen Staus führen wird“. MdB Schmidt erwähnte auch, dass die Kosten für die aufwändige Straßenumgestaltung der Bundesstraße mit Abzweigespur und Ampel von der Gemeinde Obertraubling getragen werden müssen. Norbert Seidl von den Obertraublinger Grünen beklagte den „enormen Flächenfraß an besten landwirtschaftlichen Böden“ der für jeden der Besucher der Veranstaltung augenfällig war. Die erste der beiden Hallen ist bereits fertig und versiegelt nun eine Fläche von 22.000 m. Dazu kommen aber noch die Parkplätze für wartende LKW´s und PKW´s. Die zweite Halle mit 16.000 m2 soll dann gebaut werden, wenn die erste vermietet ist, so ein Mitarbeiter des Bauunternehmens, das die Hallen errichtet.

Herbert Lichtenberg von den Obertraublinger Grünen bemerkte: „Egal, wen ich frage im Ort, keiner sagt er, will diese Hallen. Wir Grüne warten darauf, dass sich jene Gemeinderäte, die für die Hallen gestimmt haben, dazu bekennen und ihre Gründe für ihre Zustimmung nennen.“ Eindeutig gegen die Hallen positioniert haben sich bisher der Bauernverband und der Landschaftspflegeverband.

Die Anträge des Bund Naturschutzes zur Verhinderung der Hallen wurden laut Josef Wagner, Bund Naturschutz-Mitglied in Obertraubling, „vom Gemeinderat in der Gemeinderatssitzung nicht einmal erörtert“. Maria Scharfenberg, stellvertretende Landrätin von Bündnis 90/Grüne sagte, es werde Zeit, „dass wir Grünen auch im Gemeinderat Obertraubling vertreten sind, um der Umwelt eine stärkere Stimme zu geben.“

 Das nächste Treffen der jungen Ortsgruppe der Grünen wird am Do., 29.08., um 18.30 Uhr, beim Stadlerwirt in Piesenkofen sein, dann stehen „Die Monsterhallen“ und die Verkehrspolitik des Ortes auf der Agenda. „Wir freuen uns über jeden Obertraublinger Bürger, der dann mit uns diskutieren möchte“, sagte Seidl.

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